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Eine wiederbelebte Legende: Renault Alpine

11:29 06 Juni in Blog
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Die Geburtsstunde des französischen Rennwagens

Eine Renault Alpine ist fest mit dem Namen Jean Rédélé verbunden. Schließlich gilt der Franzose als Vater dieses leichten Sportwagens. Mit nur 24 Jahren übernahm Rédélé die Renault-Werkstatt seines Vaters Emile im nordfranzösischen Hafenort Dieppe und entwickelte dort diverse eigene Sportwagen auf Renault Basis.

Das war auch die Geburtsstunde der legendären Flunder, wie das französische Fahrzeug oft genannt wird. Tatsächlich verlangt das Einsteigen den Insassen viel Beweglichkeit ab, denn der Zweisitzer reicht kaum bis zur Hüfte.

Aber zurück zur Entstehungsgeschichte 1955 gründete Rédélé seine Firma “Alpine” und stellte das erste Modell die Alpine A106 vor. Der Alpine A106 war eine Weiterentwicklung der drei Prototypen, die Jean Rédélé zwischen 1952 und 1954 entwickelt hatte. In den folgenden fünf Jahren wurden von dem 20 – 60 PS starken Typ etwa 250 Fahrzeuge von Hand gebaut.

Ähnlich viele Exemplare wurden in den Jahren 1958 bis 1965 auch von dem Nachfolgemodell A108 produziert.
1962 präsentierte der rennbegeisterte Franzose dann erstmals die legendäre A110.

Er selbst hatte bereits in einem Renault 4CV an der Rallye Monte Carlo und der Mille Miglia teilgenommen und setzte auch bei der Vermarktung seiner Fahrzeuge auf den Motorsport.
Zurecht, denn die Berlinette A110 stand für beispiellose Rallye-Erfolge und wurde von 1967 an als Alpine-Renault A110 vermarktet und blieb bis Anfang der neunzehnhundertsiebziger Jahre das Maß aller Dinge im Rallyesport.

Alpine A110

Der Alpine A110 wurde in drei verschiedenen Karosserieversionen angeboten. Am häufigsten produziert wurde das Modell „Berlinette“. Daneben wurden zeitweise auch andere Modelle wie ein zweisitziges Alpine-A110-Cabriolet und ein Viersitzer Sport-Coupé.

Neben den Rallyes präsentierten sich die Alpines auch in Paris. Rédélés Schwiegervater, der immer auch sein Förderer war, unterhielt dort eine große Renault-Vertretung, welche als Bühne und Verkaufsniederlassung der neuen Modelle galt.

Bis heute gelten Alpine Modelle als Inbegriff des französischen Sportwagens. Vom Flaggschiff A110 1600 S wurden bis 1977 knapp 7.500 Exemplare gebaut. Das Spitzenprodukt galt im Rallyesport stets als „das“ zu schlagende Auto.

Immer noch im Rennsport aktiv?!

Trotz des steigenden Wertes werden Alpines gerne im historischen Rennsport und bei Rallye-Veranstaltungen gefahren. Hohe Ansprüche an den Fahrer setzt eine Renault Alpine 1600 S nicht, so lange man sie ganz normal für eine Kurzstrecke im Straßenverkehr führt.

Dank der Motorisierung und des geringen Gewichts von gut 700 kg kommt man schnell voran. Die Karosserie aus Fieberglas-Material macht es zu diesem Leichtgewicht, welches auf Komfort verzichtet und sich vielmehr durch seine dröhnenden Motorengeräusche und harte Federung auszeichnet.

Zusammengefasst: Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis diesen Rennoldtimer zu fahren, selbst wenn man dafür ein wenig Yoga-Übungen absolviert um gut Ein- und Auszusteigen.

Lord George klärt auf:

Auf dem 87. Genfer Auto-Salon im März 2017 wurde als erstes Modell der wieder eingeführten Marke Alpine der A110 in der Première-Edition vorgestellt. Sowohl vom Äußeren als auch dem technischen Konzept her entspricht das 2017er Modell dem alten A110. So sind die Doppelscheinwerfer, die kompakten Abmessungen, der Leichtbau und der Mittelmotor mit Heckantrieb an das Konzept des alten A110 angelehnt.

 

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