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Sleeping Beauty – den Oldtimer im Winter richtig einmotten

10:00 30 Oktober in Blog
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Im Winter stehen die meisten Klassiker still, denn Frost, Feuchtigkeit und Streusalz machen historischen Fahrzeugen oft weitaus mehr zu schaffen als modernen Fahrzeugen. Dabei gilt es mehr zu beachten als den Oldtimer einfach nur in der Garage zu parken.
Wir haben fünf wichtigsten Tipps zusammengefasst:

 

Tipp 1 Autowäsche   

Das allerwichtigste: Bevor es in den Winterschlaf geht sollte das Fahrzeug – am besten von Hand – gewaschen werden. Eine Wäsche versteht sich von selbst, doch warum ist die Handwäsche besser?
Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass nicht alle Zierleisten an unseren Oldtimern und Youngtimern so gefestigt sind, dass sie eine Waschstraße schadlos überstehen.
Wer also die automatische Autowäsche bevorzugt, sollte sein klassisches Schätzchen vorher gut inspizieren. Auch die Lackoberflächen sind oftmals viel empfindlicher.

 

Tipp 2 Tanken

Wie heißt es so schön „ein voller Tank rostet nicht“! Das gilt insbesondere für Oldtimer, denn diese haben keinen Kunststofftank. Kurzum alle Fahrzeuge die einen Blechtank haben, sollen vollgetankt überwintern, um Rostbildung im Inneren des Tanks zu vermeiden.
Auch Fahrzeuge mit mechanischer Benzineinspritzung sollten vollgetankt werden. Außerdem sollte ein Benzin-Stabilisator zugefügt werden. Dieser verhindert, dass sich Kondenswasser in der Einspritzanlage bildet und schützt ebenso vor Rost.

 

Tipp 3 Motor

Wenn man vom Waschplatz kommt und den Wagen ins Winterquartier bringt, sollte man noch mal „aufdrehen“. Wenn der Motor auf Betriebstemperatur ist, verdampft auch Kondenswasser, welches sich im Auspuff bilden kann.
Auch neues Motoröl schützt während der Standzeit im Winter. Bei Öl welches schon längere Zeit im Motor ist, können sich schädliche Säuren bilden, die während der Ruhepause das Triebwerk angreifen können.
Für sehr alte Autos gibt es außerdem spezielle Konservierungsöle. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass es vor der ersten Ausfahrt im Frühjahr wieder gewechselt werden muss.
Auch der Frostschutz im Kühlwasserkreislauf sollte geprüft und aufgefüllt werden.

 

Tipp 4 Reifendruck

Nicht jeder die Möglichkeit das Auto während der Standzeit aufzubocken. Aber keiner möchte seinen Oldtimer im Frühjahr mit einem Plattfuß vorfinden.
Das lässt sich jedoch selten vermeiden, denn Reifen, die längere Zeit in derselben Stellung stehen, lastet das Gewicht auch auf derselben Stelle, welches den Reifen verformt.
Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an so genannten Reifenschonern. Diese Schoner haben eine weiche Oberfläche, in denen sich die Reifen drücken. Manche Schoner haben eine Mulde, die ebenso verhindern soll, dass die Reifen durch harten Boden eine platte Stelle bekommen.
Die beste Maßnahme ist entweder alte Reifen aufzuziehen oder den Luftdruck der Reifen zu erhöhen. Während der Standzeit sollte der Luftdruck regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.

 

Tipp 5: Abdecken

Viele Oldtimer bekommen zum Schutz im Winter eine Haube. Zum diesem Thema gibt es geteilte Meinungen. Manche Fachleute sind der Auffassung, dass durch Luftzirkulation Staub unter eine Plane gelangen kann, welcher dann zu Kratzern führt. Theoretisch ist das sicher möglich, aber wer parkt seinen Oldtimer schon in der Sahara? Auch wenn das Winterquartier gut gelüftet sein sollte, herrschen dort selten ein großer Luftzug.
Wichtig ist, dass die Abdeckung aus einem weichen und atmungsaktiven Material besteht, um im kommenden Frühjahr keinen ungewollten Rostflecken zu entdecken.
Bevor der Oldtimer dann endgültig in seinen Winterschlaf versetzt wird, heißt es Batterie abklemmen und an einen Erhaltungslader anschließen oder regelmäßig (etwa alle 6 Wochen) laden.

 

Lord George Oldtimer Fazit: Egal ob historisches Fahrzeug oder Youngtimer, jedes Auto was über längere Zeit nicht bewegt wird, sollte unter gut eingelagert werden. Insbesondere beim Überwintern sollte man Tipps beachten.
Anschließend steht einem reibungslosen Start und der ersten Ausfahrt oder einer Oldtimer-Rallye im Frühjahr nichts im Wege.

 

Kostenlose Informationen und Tipps zum Thema Oldtimerrallye gibt es hier bequem zum download.

Wenn Du wissen möchtest wann es wieder heißt: „time to rallye“ empfehlen wir den monatlich erscheinenden LORD GEORGE Newsletter.
Natürlich kann man aus unserer Flotte auch einen Oldtimer mieten, um auf eigene Faust und im ganz eigenen Tempo den Bayerischen Wald zu erkunden.

Übrigens: zur leichteren Lesbarkeit verzichten wir in unseren Blogbeiträgen auf die Angabe von geschlechtsspezifischen Einzelformen. Grundsätzlich sind für uns alle Menschen gleich wertvoll, egal welchen Geschlechts oder Herkunft, Hauptsache das Herz sitzt am richtigen Fleck. In diesem Sinne „stay classy“!

 


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